Zwischenstation Cuxhaven

Zwischenstation Cuxhaven

Was macht der Skipper so zwei Tage allein an Bord in Cuxhaven? Er sitzt im Café Kraßmann im Lotsenviertel und lässt es sich gut gehen. Schön wäre es! Am Freitag habe ich das Teakdeck geschrubbt. Es war mal wieder an der Zeit. Nach einem Jahr ohne wirkliche Pflege, kam Wassereimer, Schlauch, die Wurzel- und Pferdebürste, Schmierseife und Schwamm zum Einsatz. Vier Stunden lag ich auf den Knien. Das hält jung. Nun ist aber alles wieder gut. Das Teakdeck sieht wie neu aus. In diesem Jahr wird sich aber noch ein Mitsegler unterwegs erbarmen müssen, nochmals Hand anzulegen. Das übt!

Da es kein WLAN in der City Marina gibt, ist mein Hotspot in Cuxhaven das Café Kraßmann. Schön gemütlich, Kaffee und Kuchen und kostenfreies Internet. An diesen Lebensrythmus kann ich mich gewöhnen. Ich nenne das altersgerechte Auszeit 55 plus – ich bin dann mal weg.

Der Inhaber von der Segelwerkstatt Stade war auch an Bord. Hat für zukünftig neue Segel schon einmal genau Maß genommen. Er hat mich bezüglich seinen Erzählungen von Frankreich, der Biskaya, der Bretagne und der Normandie sowie auch hinsichtlich der Kanalinseln so begeistert, dass ich ins Grübeln komme. Auf jeden Fall empfiehlt er mindestens zwei Jahre in diesem Revier zu bleiben. Mindestens aber die Biskaya aus zu segeln. Hatte ich ja geplant. Ab Brest wird es super interessant! So war Herr Nickel so nett und hat mir noch per elektronischer Nachricht seine Anregungen und bevorzugte Häfen übermittelt. Dort gibt es so viele Möglichkeiten, das Schiff über den Winter im Revier zu lassen. Er hat gemäß seinen Aussagen seine Yacht auch dort liegen. Fliegt von Bremen bis Nantes – Billigflieger. Da werde ich mich vor Ort intensiv informieren. Warum nicht – wir werden sehen. Pläne sind ja flexibel, zumindest bei mir.

16.00 Uhr, das Café wird voll. Und ich tippe auf der Tastatur diese Zeilen für die Homepage.
Pfingsten ist in Cuxhaven Fischerfest und Fischmarkt. Über 10.000 Besucher werden an den Tagen erwartet. Da steppt der Bär und die Familiencrew ist dann auch wieder komplett. Da genießen wir doch noch die gemeinsamen Tage bis zur Abfahrt am Dienstag. Um 7.00 Uhr ist Hochwasser. Dann geht es mit ablaufender Tide in Richtung Helgoland. Rund 36 Seemeilen – pünktlich zum Mittagessen möchte ich auf Deutschlands einziger Hochseeinsel sein. Mein Schweizer Gast an Bord wird sicherlich begeistert sein. Und, wir sollen für die nächste Woche ausschließlich östliche Winde bekommen. Das wäre natürlich der Hammer! Bis Amsterdam nur Sonnenschein und Superwind! Warten wir es ab.

Ein Besuch in Cuxhaven lohnt immer. Auch als Nichtsegler. Nette Innenstadt, vielfältiges Shoppingangebot. Die Gastronomie kommt auch nicht zu kurz. Und natürlich das Lotsenviertel und die Einkaufsstraße „Die Norder“.
Die Cuxhavener Häfen mit dem bunten Leben und der einmalige Blick auf den meistbefahrenen Schifffahrtsweg der Welt; das ist doch was, oder?

Unser kulinarisches Highlight ist das älteste und größte Fischrestaurant der Stadt, unweit der City-Marina, das „Hus op´n Diek. Seit über 80 Jahren am Platz. Klasse maritimes Ambiente mit alten Schiffslampen, Bullaugen, Seekarten et cetera. Wir fühlen uns hier immer sehr gut aufgehoben.

Ein langer Spaziergang den Deich entlang von der „Alten Liebe“ bis zum Kurgebiet Duhnen mit der Frau seines Herzens entspannt und der Tag vergeht wie im Fluge.
Nun dann, auf nach Cuxhaven!

 

 

Sonnige und entspannte Grüße von Bord

HJR

 

 

 

 

2018-05-21T10:56:49+00:00 20. Mai 2018|