Urlaubs-/Sommertörn 2016 – Teil 4 (Stralsund – Greifwald)

Urlaubs-/Sommertörn 2016 – Teil 4 (Stralsund – Greifwald)

Bevor heute die Windmaschine angestellt wird, die Gewitterfront, die für Samstag vorhergesagt wurde, kommt, möchten wir gemütlich im Cockpit sitzend, im Stadthafen von Stralsund verbringen. Etwa vier Stunden nur Fahrwasser zurück von Zingst bis Stralsund. Stralsund Traffic auf Kanal 67 meldet Böen in der Stärke 7 bis 8 Bft. Aus Südwest. Aus der Idylle wieder hinein in das maritime Flair von Stralsund. Vor zwei Jahren waren wir bereits das erste Mal in der Hansestadt. So richtig ist der Funke bis heute noch nicht rübergesprungen. Kommt vielleicht noch!?

Stralsund zieht Starkwind wohl magisch an. Beim letzten Besuch stürmte es gewaltig und auch heute ab 17.00 Uhr steigt die Anzeige des Windmessers auf über 25 Knoten. Nachmittagskaffee und Hafenkino, Plausch mit dem niederländischen Stegnachbarn, die auch wie wir nach Stettin, Swinemünde und Bornholm wollen.

Samstag gleich Hafentag gleich Regentag. Das bedeutet Papatag für Junior. Kinotag in Stralsund. „Warcraft“ möchte sich Sohnemann mit mir anschauen. Die Mama entspannt sich von ihren zwei Männern. Nach dem Kino ist vor dem Kino. Pupilc Viewing im Cinestar – Deutschland gegen Italien im Kinosaal.

Bereits aus der Ferne wirkt Stralsund wie eine Stadt die um ihre Vorteile weiß. Gotische Backsteinkirchen wachsen wie Leuchttürme dem Ostseehimmel entgegen. Pommern, Schweden, Preußen und andere hinterließen durch die Jahrhunderte ihre Spuren. Kirchen, Klöster, Kaufmannshäuser stehen noch heute. Die Strassen und Gassen der Altstadt verlaufen noch immer wie von den Gründern Stralsunds im Mittelalter angelegt. Mittelalter-Architektur und ehemalige Handelsmacht, Seemannsromantik, Neuzeit. 2002 wurde Stralsund mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ausgezeichnet. Mittlerweile haben die vielen Freizeitkapitäne mit ihren Schiffen die Koggen der Kaufleute abgelöst. Was geblieben ist, ist die Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit. Aus allen europäischen Ländern kommen die Segler in den Stralsunder Hafen. Und, da liegt auch die alte Gorch Fock, die 1933 vom Stapel gelaufen ist.

Stralsund hat neben seinen zahlreichen architektonischen und kulturellen Attraktionen auch eine besondere Lage. Sie befindet sich mitten in der vorpommerschen Inselwelt, ein wirklicher Höhepunkt für Naturfreunde und Ostsee-Endecker. Der Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ liegt vor der Haustür Stralsunds und bietet mit seinen Flachwasserbereichen jährlich tausenden Kranichen einen einzigartigen Rastplatz.

Wir machen uns auf nach Greifswald. Ab Stralsund noch unbekanntes Gebiet für uns. Wir waren noch niemals östlicher. 8.20 Uhr Brückenpassage in Stralsund. Mit uns etwa 30 Yachten auf den Weg in Richtung Greifswalder Bodden. Südwest 4 Bft., in Boen 5 bis 6 Bft. Super, unter Segel das gesamte betonnte Fahrwasser nach Greifswald. Sonne, leichte Bewölkung, klare Luft. Ab 14.00 Uhr soll es in Greifswald wieder regnen. Um 13.00 Uhr nehmen wir die Klappbrücke in Wieck, der Einfahrt nach Greifswald, Zweieinhalb Seemeilen flussaufwärts liegt Greifswald. Um 14.00 Uhr liegen wir in der Marina, um 14.15 Uhr geht das Gewitter los. Puh, das war knapp.

Urlaub und Geschäftliches miteinander verbinden, so kann ich mir das Leben jenseíts der fünzig vorstellen. Ein zukünftig neuer Klient hat sich für einen Besuch an Bord angesagt. Die besten Geschäfte werden immer rnoch in ungezwungenen Runde bei Kaffee und Kuchen gemacht. Da hat sich der Abstecher nach Greifswald gelohnt! Es folgt ein gemeinsamer Abendspaziergang durch Greifswald, Abendessen, familiäre Runde; ein langer, guter Tag geht zu Ende. Morgen segeln wir nach Wolgast. Gute Nacht und süße Träume!

Sonnige Grüße von Bord

HJR

 

Hinweis

Weitere interessante Berichte, Bilder et cetera  unter: https://plus.google.com/u/0/+SYOCEANSPIRIT/posts

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2018-04-10T09:25:22+00:00 6. November 2016|