Urlaubs-/Sommertörn 2016 – Teil 2 (Travemünde – Kühlungsborn – Warnemünde)

Urlaubs-/Sommertörn 2016 – Teil 2 (Travemünde – Kühlungsborn – Warnemünde)

Auf auf, nur der frühe Vogel fängt den Wurm. 40 Seemeilen stehen an. Ziel ist Kühlungsborn, Kurs 60 bis 70 Grad, Wind vier bis fünf Bft. Aus W/SW. In Böen 6 – 7 Bft. Achterliche Winde, ordentlich Welle, so 1,50 Meter, sechs Knoten Fahrt, nur mit dem Großsegel. Pünktlich zum Achtelfinalspiel Deutschland gegen Slowakei möchte ich in Kühlungsborn sein. Leinen los um 8.45 Uhr. Schiff fest um 15.15 Uhr. Ein schöner, sonniger ud gemütlicher Törn mit Bremen Rescue-Notrufen geht zu Ende. Heute ist ordentlich etwas los auf der Ostsee. In der Nähe von Großenbrode und östlich von Fehmarn sind wohl einige vor Verzweiflung ins Wasser gesprungen. Betrunkener Skipper, drei Taucher im Einsatz, Yacht auf Grund, die Alexander von Humboldt II im Rettungseinsatz und der Seenotrettungskreuzer in Aktion. Bremen Rescue im Stress!

Nachmittagskaffee, kurzer Spaziergang, Fußball-Live-Übertagung im „Vielmeer“, Live-Musik am Abend, Schlummertrunk, der Einstieg in den Urlaub kann nicht besser gelingen.

Über Nacht habe ich etwas umgeplant. Nicht mit dem Uhrzeiger, sondern entgegengesetzt geht es nach Bornholm. Der siebte Sinn, die innere Stimme! Von Kühlungsborn nicht die über 90 Seemeilen nach Ystad, sondern die Mecklenburgische Küste entlang über Warnemünde, querab Fischland Darß, Darsser Ort, in das Fahrwasser des Gellen Stroms. Barth, Zingst und weiter nach Stralsund und Greifswald sind nun die nächsten Ziele der ersten Urlaubswoche. Ich spekuliere auf östliche Winde im Juli, zumal momentan für die nächsten Tage Schwachwind, Regen und Gewitterschauer angesagt sind. Ein wenig durchwachsen, nichts Konstantes.

Nun aber auf nach Warnemünde. Vierzehn Seemeilen und Liegeplatz „Alter Strom“, längsseits der SY Jonathan Seagull aus den Niederlanden. Und die Story dieser Woche vom Hafenmeister. Ich schreibe die Kurzfassung. Das Stichwort heißt Kurbeitrag! Von 20.00 Uhr bis 9.00 Uhr besteht für alle Segler seit zwei Wochen keine Kurbeitragspflicht in Warnemünde. Die übliche Zeit muss gelöhnt werden. Aber nicht beim Hafenmeister. Der ist dafür nicht verantwortlich. Seine Kollegin im Büro nimmt den Beitrag gern entgegen. Natürlich nur, wenn sie anwesend ist. Denn, die gute Frau hat noch vielfältige andere Aufgaben für das Seeamt. Sie ist fast gar nicht im Büro. Der Hafenmeister nimmt generell keinen Kurbeitrag an. Ist nicht sein Hohheitsgebiet. Er kommt nur der Verpflichtung nach, darauf hinzuweisen. Ein kurzer Augenkontakt von Mann zu Mann, beiderseitiges Grinsen, habe verstanden. Wir sind uns einig! Sein Abschlusskommentar: Schlimmer als im Kommunismus; geht doch noch alles einen sozialistischen Gang. Aber das Tourismusbüro ist ja auch noch da. Ja, ja, alles gut. Schönen Tag noch. Sind morgen um 09.00 Uhr wieder auf der Ostsee.

Bis zum nächsten Mal und tschüss…

Sonnige Grüße von Bord

HJR

Hinweis

Weitere interessante Berichte, Bilder et cetera  unter: https://plus.google.com/u/0/+SYOCEANSPIRIT/posts

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2018-04-10T09:25:25+00:006. November 2016|