Schweizer Nordseeliebe – Teil 3

Schweizer Nordseeliebe – Teil 3

Unsere OCEAN SPIRIT zieht die schweizer Eidgenossen, sprich Mitsegler und/oder zukünftige Eigner magisch an. Liegt es nun an unserer Sunbeam oder mehr an der Nord- und Ostsee? Oder hoffentlich auch am Eigner-Ehepaar und Skipper!? Sicherlich eine Mischung aus allem. Die Küsten und Meere bei uns im Norden mit all ihren Facetten, Tücken, dem Wattenmeer, den Gezeiten sowie den Schleusenmöglichkeiten und dem Mare Baltikum als solches bieten ja auch etwas. Eine Mischung aus allem – das ist immer die Bestätigung aller schweizer Mitsegler der letzten Jahre. Einige möchten die Ostsee näher kennenlernen, eine eindeutige Mehrzahl favorisiert ausschließlich unsere Nordsee! So lass das Bergvolk einfach einmal unsere norddeutsche Luft schnuppern. Eine große Anzahl der Segelinteressierten möchte jedoch lernen, üben, Erfahrungen sammeln, Land und Leute, die norddeutsche Kultur kennenlernen. Auch in Bezug auf geplante Schiffskäufe, um dann meistens mit der Partnerin auf Fahrt zu gehen. Selbstredend, dass ich diese Zielgruppe an Bord der OCEAN SPIRIT jederzeit herzlich begrüße. So habe ich mir gedacht, schreibe ich einmal mehr als nur einige Zeilen über unsere Nordsee, die Nordseeküste und die seglerischen Möglichkeiten. Einen schriftlichen Gruß an die Schweiz!

Cuxhaven ist die Station, wo wir immer auf die richtigen Windverhältnisse auf den Weg gen Westen warten. Nicht selten liegen hier sehr viele Yachen auf „Warteposition“. Insbesondere Ende des Sommers, Anfang September. Unzählige englische, belgische, holländische Skipper kommen via dem Nordostsee-Kanal aus der Ostsee und wollen wieder in die Heimatreviere. Wer also von hier aus auf die Nordsee, und nicht unter Motor gegen Wind, Strömungen und Gezeiten fahren möchte, wünscht sich östliche Winde. Wir haben schon häufig nahezu eine Woche auf ein passendes Wetterfenster gewartet.

Heute stimmt alles und die Strecke von Cuxhaven nach Bremerhaven steht. Nehmen wir an, das Hochwasser in Cuxhaven ist um 9.30 Uhr in der früh. Also genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Die Brücke öffnet sich auf Anforderung. Stillwasser! Beste Voraussetzungen für eine erste Orientierung und harmonisches Segelsetzen. Wir bleiben südlich der grünen Steuerbordtonnen, außerhalb des Fahrwassers und hangeln uns von Tonne zu Tonne. Vom Elbfahrwasser geht es dann irgendwann in das Weserfahrwasser nach individuellem Streckenverlauf. Der Leuchtturm „Alte Weser“ lässt grüßen. Bremerhaven liegt voraus. Auch hier gilt, immer schön mit auflaufendem Wasser die Weser hinauf.

Wo die Weser in die Nordsee mündet liegt die Seestadt Bremerhaven. Sie ist die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste. Die aufstrebende Segelschifffahrt nach Übersee und der Schiffbau im 19. Jahrhundert führte zur Stadtgründung 1827. Heute erstreckt sich die junge Seestadt entlang der Weser und Bewohner und Gäste genießen gleichermaßen den kilometerlangen Deich.

Wir machen immer im „Im Jaich Yachthafen“ fest. Kurz durch die Schleuse und wir liegen direkt in der City. Kultur pur! Atmosphäre hervorragend! Infrastruktur selbsredend! Einige Höhepunkte in Bremerhaven möchte ich aufzählen:

  • Deutsches Auswandererhaus
  • Alfred-Wegener-Institut
  • Zoo am Meer
  • Klimahaus
  • Nordsee-Aquarien
  • Sail Bremerhaven
  • Haupstadt der Fischstäbchen (7 Mio. täglich)
  • Fischrestaurants vom Feinsten
  • Restaurantschiffe
  • Krabben direkt vom Kutter
  • Frisch geräucherten Fisch, direkt auf die Hand

Das alles ist zu erleben.

Auch hier lohnt es sich, einige Tage zu verweilen.

Bremerhaven ist aber auch Drehscheibe für den In- und Export. In den Überseehäfen erstrecken sich endlose Stellflächen für alles, was verschifft werden kann und soll ein Kreuzfahrtterminal gibt es auch.

Nun aber nicht wieder zurück auf die Nordsee, sondern weiter die Weser hinauf bis nach Bremen. Dieser Abstecher lohnt sich ebenfalls Die Bremer Stadtmusikanten warten.

Nun dann, auf nach Cuxhaven, Bremerhaven und Bremen!

Winterliche Grüße aus dem Büro

HJR

2018-04-10T09:24:57+00:0026. Januar 2018|