Chipiona – die Leuchtturmstadt

Chipiona – die Leuchtturmstadt

Mit täglicher Segler-Routine erreichen wir Chipiona. Mein Mitsegler und ich haben entschieden, die Stadt kurz vor Cadiz noch mitzunehmen, um einen kleinen Eindruck von dieser Kleinstadt mit zirka 20.000 Einwohnern zu bekommen. Chipiona liegt an der Mündung des Guadalquivir, und schon in Andalusien. Der Fluss ist bis Sevilla mit einer Segelyacht zu befahren. Ist doch einmal eine Alternative, das Landesinnere per Schiff zu besichtigen. Ferner soll Chipiona einer der saubersten Badeorte in Andalusien sein.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der 1867 erbaute Leuchtturm, der mit 69 Metern der höchste Spaniens und einer der höchsten weltweit ist. Ich habe mir die Mühe nicht gemacht, um ihn zu fotografieren.

Seit wir wieder in Spanien sind, merke ich, dass die Segelsaison vorbei ist. Nur noch vereinzelte Fahrtensegler finden sich abends in den Marinas. Die Häfen sind, bis auf die einheimischen Boote und Schiffe, nahezu leer. Und, was die Bordkasse entlastet, die Preise gehen in den Keller.

Da ich immer neugierig bin, was so eine Destination ausmacht und/oder hergibt, recherchiere ich immer. Mal mehr, mal weniger, häufig sehr intensiv. Und da mich nach Olhao und Mazagon auch Chipiona nicht von den Stühlen haut, lese ich heute zunehmender. Wirtschaftlich steht die Stadt auf vier Säulen. Der Tourismus ist aufgrund der großen, hellen, jodreichen Sandstrände unter Einheimischen eine Größe. Gerade unter Spaniern ist Chipiona deshalb sehr beliebt. Also, wer es mit der Schilddrüse hat, ab nach Chipiona, an den Strand. Und, jetzt was für meine geliebte Nicole. Chipiona ist der Hauptlieferant für spanische Schnittblumen, und somit auch ein wichtiger nationaler und internationaler Blumenexporteur. Ferner sind der Fischhandel und der Wein ein starker Wirtschaftsfaktor.

Mein Spaziergang quer durch Chipiona bleibt überschaubar. Die übliche Strandpromenade, Bars, Restaurants, Fischlokale welche Goldbandbrassen, Thunfisch, Riesengarnelen und Seezungen et cetera frisch zubereitet servieren. Schande über mein Haupt, habe ich noch nicht einmal probiert.

Morgen erreichen wir gegen Mittag Cadiz, die Endstation des zweiwöchigen Törns meines Gastes an Bord. Cadiz wird wieder interessanter.

Sonnige Grüße von Bord

HJR

 

 

2018-10-29T12:09:09+00:0027. Oktober 2018|